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GENRE: DRAMA

Werk ohne Autor

Montag, 22.10.2018

Kurt Barnert ist aus der DDR geflohen. Er wird auch im Westen von den Geistern der Vergangenheit verfolgt. Er hat traumatische Erfahrungen gemacht, erst unter den Nazis, dann im Sozialismus. Er versucht seine belastende Familiengeschichte als Maler zu verarbeiten. In Ellie findet er seine große Liebe. Nach und nach tastet er sich heran an die Bilder, die das Unzeigbare zeigen: Krieg und Verfolgung, die er nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

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Filmbewertung: Kurt ist noch klein, als seine Tante Elli aufgrund einer psychischen Erkrankung von den Nazis abtransportiert und ermordet wird. Für den ernsten Jungen war Elli die einzige Person, die seine künstlerische Begabung immer schon gefördert hat. Als er während seiner Ausbildung eine junge Frau kennenlernt, kann Kurt nicht wissen, dass ihr Vater - der bald sein Schwiegervater werden soll - mit seiner Tante in schicksalhafter Verbindung steht. Doch er spürt, dass irgendetwas nicht stimmt. Und er nutzt das Gefühl des permanent über ihm schwebenden Unheils als Inspiration für seine Kunst. Der neue Film von Florian Henckel von Donnersmarck liefert von der ersten Minute an große und dramatische Bilder. Ganz leise aber beginnt die Geschichte des kunstbegabten Kurt Barnert, der als kleiner Junge mit dem schweren Trauma der NS-Zeit konfrontiert wird und genau daraus in seinem späteren Schaffen inspirierende Kraft schöpfen kann. Das mitreißende Künstlerepos und spannungsgeladene Drama nimmt den Zuschauer dank seiner klugen Geschichte, seiner reflektierenden Dialoge und der gefühlvollen Musik mit auf eine spannende Reise in ein Künstlerleben und erzählt auch von den schrecklichen Verbrechen des NS-Regimes, die noch heute einen Schatten auf die deutsche Geschichte werfen. Das Ensemble ist glänzend besetzt. Paula Beer als Kurts Ehefrau, Saskia Rosendahl als Tante Elli und Sebastian Koch als ehemaliger NS-Arzt, der seine Vergangenheit, in der er Schuld auf sich lud, mit sich herumträgt und am Ende mit seiner feigen Lebenslüge konfrontiert wird. Ganz nah ist die vorzügliche Kamera von Caleb Deschanel an der Figur des Kurt, den Tom Schilling kraftvoll und doch sensibel spielt. Die Stimme ist ruhig und fast schon zart, doch die ganze Kraft seines Charakters zeigt sich in den Szenen, in denen Kurt seine Kunst auslebt. Hier stehen nur er und sein Schaffen im Zentrum - und auch deswegen ist WERK OHNE AUTOR nicht nur ein Film über einen Künstler. Es ist ein Film über die Kunst. Über ihre Kraft, ihre Macht, ihren Zauber und ihre Poesie.

Trailer:

Überblick
Originaltitel
Werk ohne Autor
Darsteller
Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer
Regie
Florian Henckel von Donnersmarck
Genre
Drama
Land
Deutschland
Länge
189 Minuten
Prädikat
besonders wertvoll
Altersfreigabe
12
Start
03.10.2018
Quelle
Kinos auf der interaktiven Karte
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